Lernen Sie den Rioja kennen!

Sie werden sich unsterblich verlieben.

Unsere Rioja-Weinkunde

In diesem Kapitel möchten wir dem Weinliebhaber einige Grundkenntnisse über die Eigenschaften und den Herstellungsprozess des Weines in der Rioja vermitteln. Wir wünschen uns, dass diese Informationen für Sie von Nutzen sind und dazu beitragen, dass Sie mehr über unsere Region und unsere Weine erfahren möchten, um so Ihrem Auge und Ihrem Gaumen eine Freude zu bereiten.

Durch Klicken auf einen Punkt in der Liste gelangen Sie zu der entsprechenden Information:


 

Die Ursprungsbezeichung

Die Weine aus der Rioja sind durch die älteste, 1926 offiziell anerkannte, Herkunftsbezeichnung Spaniens geschützt. Seit 1991 darf sie als einziges derartiges Qualitätssiegel unseres Landes die höchste Kategorie "Calificada" führen. Die besonders strengen Auflagen dieses Qualitätssystems legen die Grenzen des Produktionsgebietes, die erlaubten Rebsorten, den maximalen Ertrag, die Herstellungs- und Ausbautechniken usw. fest. Die Körperschaft, die für die Einhaltung dieser Vorschriften zum Schutz der Einzigartigkeit und Qualität der Riojaweine zuständig ist, nennt sich "Consejo Regulador" (etwa: Regulierungsbehörde) und setzt sich aus Vertretern der Weinbauern, der Kellermeister und der Behörden zusammen.

Sowohl die Quantität als auch die Qualität der geschützten Weine wird vom "Consejo Regulador" von der Herstellung bis zur Vermarktung mit einem strengen und effizienten Kontrollsystem überwacht. Um diesem System zu genügen, müssen alle Riojaweine einer analytischen und organoleptischen Prüfung unterzogen werden, welche bestimmt, ob der fertige Wein die Bezeichnung "Denominación de Origen Calificada" verdient oder nicht.

Diese Kontrolle wird während des gesamten Reife- und Ausbauprozesses fortgesetzt, bis der Wein fertig ist zum Verkauf. Das ist der Zeitpunkt, zu dem der "Consejo Regulador" den Weinkellereien die entsprechenden Rückenetiketten bzw. Banderolen aushändigt, welche Herkunft, Jahrgang und Ausbau des Weines garantieren.

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Der Wachtumszyklus der Rebe

Die Weinrebe durchläuft im Laufe eines Jahres verschiedene Phasen. Wir haben diese, mit den dazugehörenden Arbeiten des Weinbauern, überblicksartig dargestellt und ungefähr den entsprechenden Kalendermonaten zugeordnet.

JANUAR
Im Januar befindet sich die Rebe mitten in der Ruhephase, die im November beginnt und bis März andauert, wenn der Anstieg der Temperaturen erneut das Wachstum auslöst. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den Rebschnitt. Dabei handelt es sich um eine Präzisionsarbeit des Weinbauern, um unerwünschte Rebranken aus dem Vorjahr zu entfernen und Form und Ertrag des Weinstockes für die neue Saison vorzubestimmen.

MÄRZ
Als erstes manifestiert sich die beginnende Aktivität des Weinstocks darin, dass dieser zu „weinen“ beginnt: das Transportsystem des Weinstockes wird reaktiviert, und die Rebe zieht bereits Nährstoffe aus dem Boden bis in die Spitzen der Zweige, so dass aus den frischen, noch nicht vernarbten Rebschnittstellen farblose Flüssigkeit austritt. Dieses Phänomen dauert ungefähr drei Wochen an. In seltenen Fällen verändert sich diese Flüssigkeit. Sie erhält dann ein seltsam rötliches Aussehen, und der Weinbauer spricht vom „Bluten“ der Weinstöcke.

APRIL
Wenn die Temperaturen um die zehn Grad erreichen, beginnt die Rebe auszutreiben. Dabei werden zunächst die Augen prall, die sie umgebenden Schuppen trennen sich und es erscheinen erste kleine Blätter.

MAI
Mit Ende diesen Monats beginnt die Blüte. Das heißt, die Blütenknospe öffnet sich, die Blütenkrone löst sich?? und es kommt zur Befruchtung. Bei fehlender Wärme, zu viel Feuchtigkeit oder auch außergewöhnlich starkem Wachstum kann es vorkommen, dass nicht die gesamte Blüte wirksam befruchtet wird, was Trauben mit wenig einzelnen Beeren zur Folge hat. Dieses Phänomen wird “Verrieseln” genannt. Den Beginn der Beerenbildung nach der Befruchtung nennt man Fruchtansatz (im Spanischen umgangssprachlich “cuajado”, Zusammengehen, Setzen). Die entstehenden ersten, sehr kleinen Beeren, welche die Traube bilden, sind sehr säurehaltig und intensiv grün. Man nennt sie “agraces” und sie bleiben bis Juli in diesem als"agraz" bezeichneten Zustand. (dt. Agrest). Aus diesen unreifen Trauben wurde vor allem im Mittelalter der sogenannte „Agrest“ oder „Verjus“ gepresst, ein Sauerwein bzw. –most, der vor dem Bekanntwerden der Zitrone in Europa als Säuerungsmittel Verwendung fand und in letzter Zeit wieder als Delikatesse gesucht ist.

JULI
Um den Monat Juli erreicht die Rebe ihre physiologische Reife. Sie könnte sich nun bereits selbst fortpflanzen, aber die Beere ist noch weit entfernt von der reifen Weintraube, dem eigentlichen Ziel des Weinbauern. Nichtsdestotrotz hat der Weg dorthin, der in der Lese seinen Abschluss finden wird, bereits begonnen hat. Im Juli kommt es auch zur so genannten „Beerenreife“, der Phase, in der die Traube sich einzufärben beginnt. Dabei färben sich die Weintrauben der weißen Rebsorten vom Grünen ins Gelbliche und bei den roten Sorten ins Rötliche. Bis zu diesem Zeitpunkt kann man eine weiße Traube nicht von einer roten unterscheiden. Außerdem beginnen die einzelnen Beeren nun Säure ab- und Zucker aufzubauen.

SEPTEMBER
Der sehr hohe Säuregehalt wird bei den Trauben in der Beerenreife nun komplett durch Zucker ersetzt, die Haut der Beeren wird langsam weicher und erhält bei den roten Rebsorten eine intensive Farbe. Dies ist der Reifeprozess, dessen Ende schwer vorherzusagen ist und der mit der Lese abschließt.

OKTOBER
In diesem Monat wird gewöhnlich die Lese durchgeführt, das heißt, die Trauben werden für die Weinerzeugung geschnitten. In Abhängigkeit von dem Wein, der erzeugt werden soll, beurteilt der Winzer, wann die Lese zu erfolgen hat. Bei einer vorgezogenen Lese ergeben sich frische, grüne Weine, wird sie hingegen hinausgezögert, bekommen die Weine einen höheren Alkoholgrad und eine intensivere Farbe.

NOVEMBER
Bereits vor der Lese beginnt der Weinstock sich auf die karge Zeit der Winterruhe vorzubereiten. Die Weinranken verhärten sich, der Saft sammelt sich in den Stielen und das Laub färbt sich tabakbraun und fällt ab. Bis im März die Reben nach dem Schnitt wieder „weinen“ und ein neuer Zyklus beginnt.

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Rebsorten

Rote Traubensorten: Tempranillo, Garnacha, Mazuelo und Graciano

TEMPRANILLO
Der Most aus dieser Traube ist gekennzeichnet durch ein ausgeglichenes Verhältnis von Zucker, Farbe und Säure, wenngleich der Säuregrad manchmal etwas gering ausfällt. Das ehrliche Bukett der Weine dieser Rebsorte gibt Jungweinen eine interessante Note und den reiferen einen samtigen Charakter. Die Tempranillo-Traube hat den Status einer bevorzugten Rebsorte und nimmt seit einigen Jahren die größte Anbaufläche im geschützten Herkunftsgebiet ein.

Der Name “Tempranillo” kommt vom spanischen Diminutiv für "frühzeitig" und bezieht sich auf die frühe Reife der Rebsorte. Bei den Riojaweinen wird sie besonders wegen ihres hohen Alkoholgehaltes, ihrer rubinroten Farbe und des harmonischen Aromas geschätzt.

GARNACHA TINTA (Rote Garnacha-Traube)
Ergibt gute Rosé- und Rotweine. Letztere mit einem hohen Alkoholgehalt, intensiver Farbe und ausladendem Körper. Diese alte Rebsorte ist sehr trockenheitsresistent.

MAZUELO
Der Most aus den Mazuelo-Trauben hat viel Farbe und Säure, ist allerdings hart und wenig aromatisch. Die daraus gekelterten Weine sind sehr tanninhaltig und herb im Geschmack.
Diese Sorte reift in kühlen Gegenden nicht korrekt, daher kommt ihr das milde Klima in der Rioja sehr zugute.

GRACIANO
Der Most aus dieser Rebsorte hat eine charakteristische, lebhaft rote Farbe und einen bedeutenden Säuregehalt und verleiht den daraus gekelterten Weinen ein ganz spezielles Aroma. Die Farbsubstanzen dieser Traube sind sehr intensiv aber instabil, d.h., die Farbe des Weines ändert sich rasch von Rot zum bräunlichen Ton des alten Weines.

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Weiße Traubensorten: Viura, Malvasía und Garnacha Blanca

VIURA
Der Most aus diesen Trauben ist säuerlich, angenehm und sehr charakteristisch im Geschmack. Der daraus gekelterte Wein gilt als besonders geeignet für die Lagerung im Holzfass, einer traditionellen Ausbaumethode für den Weißwein in der Rioja.

Die Rebe ist nicht sehr kälteresistent und bevorzugt lehm- und kalkhaltige Böden in sonnigen Lagen.

MALVASÍA
Diese weiße Traubensorte ist auch bekannt als frühroter Veltliner/ Blanquirroja und ergibt Weine mit charakteristischen Fruchtaromen und einem goldenen Farbton, der während der Alterung oft einen Holzton annimmt. Außerdem neigt dieser Wein dazu, sich in der Flasche einzutrüben.

In geringen Mengen (ca. 10 %) mit roten Trauben verschnitten, verleiht er dem Rotwein Milde und Aroma.

GARNACHA BLANCA (Weiße Garnacha-Traube)
Alte Rebsorte mit ganz ähnlichen Eigenschaften wie die Garnacha Tinta. Ihr Most mit wenig Säure, dafür aber einem ziemlich hohen Alkoholgehalt, ist süß und angenehm im Geschmack.

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